Eine starke Gemeinschaft für die Kirche

Kardinal von Galen hat sich eingesetzt gegen die Ermordung von Menschen, die von den Nationalsozialisten als lebensunwertes Leben betrachtet wurden.

Lebensunwertes Leben: Diesen Begriff nutzt heute niemand mehr. Aber die Beurteilung von menschlichem Leben als wertlos, sinnlos, nutzlos ist durchaus geläufig. Moderne vorgeburtliche Testverfahren helfen, schon frühzeitig Menschen mit unerwünschten genetischen Eigenschaften auszusortieren. Euthanasie als eine erstrebenswerte Form des Ablebens breitet sich in den Ländern der westlichen Welt aus, weil alte und kranke Menschen zusehends unter den Druck geraten, nicht mehr leistungsfähig zu sein: nutzlos eben.

Immer wieder stehen neue Debatten an: Sollte nicht auch die Euthanasie ermöglicht werden, nicht nur der assistierte Suizid? Wie gehen wir mit den non-invasiven Bluttests um, die eine Aussortierung von vorgeburtlichen Kindern ermöglichen? Verstoßen neue reproduktionsmedizinische Verfahren gegen die Menschenwürde?

Christen brauchen Orientierung. Was ist die Lehre der Kirche dazu? Wie soll ich mich verhalten?

Wer damals in St. Lamberti dem Kardinal zuhörte, der hatte eine Antwort. Diese Antworten brauchen wir auch heute – und sie sollen auf dieser Homepage gegeben werden.

Bischof Clemens August Graf von Galen während der Bischofstage in Ibbenbüren, Juli 1934.
Foto: Robert Herkenhoff, Recke.

Das von Galen-Projekt wird getragen von der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. und der Stiftung Lebensrecht für Alle, um am Beispiel der Standhaftigkeit und des Mutes  des Kardinal von Galen dem Lebensrecht in der Kirche eine Stimme zu geben. Auch die Stiftung Ja Zum Leben unterstützt das Projekt.

Im Interview: Geistliche heute zur Bedeutung von Galens für ihr Wirken

Sebastian Bieber ist katholischer Priester im Bistum Fulda und wirkt als Schulpfarrer in Fulda. Er wurde 2013 im Hohen Dom zu Fulda zum Priester geweiht. Seine theologische Ausbildung hat er durch einen Abschluss in Kirchenrecht ergänzt.

Prof. Dr. Cornelius Roth ist katholischer Theologe, Priester und Domkapitular im Bistum Fulda. Er wurde 1968 in Stuttgart geboren, studierte im Fuldaer Priesterseminar Theologie und Philosophie, wurde 1995 zum Priester geweiht und ist seit 2010 Professor für Liturgiewissenschaft und Spiritualität an der Theologischen Fakultät Fulda. Zuvor war er viele Jahre Regens des Priesterseminars Fulda.

Pfarrer Dr. Josef Wieneke ist katholischer Priester und seit 2013 Pfarrer der Pfarrei St. Matthias in Berlin-Schöneberg. Er stammt aus Dülmen und studierte Theologie in Münster, Brasilien und Regensburg; promoviert wurde er in Freiburg über den jungen Martin Luther. Vor seiner Tätigkeit in Berlin war er unter anderem als Pfarrer in Altenberge tätig und ist außerdem als Kirchenhistoriker und Referent aktiv.

Priv. Doz. Dr. Dr. Kai Witzel ist Arzt und ständiger Diakon im Bistum Fulda. Er promovierte in Medizin und in Humanwissenschaften, habilitierte sich an der chirurgischen Fakultät der PMU in Salzburg und wurde nach einem Theologiestudium 2022 im Fuldaer Dom zum Ständigen Diakon geweiht. Neben seiner medizinischen Tätigkeit engagiert er sich kirchlich besonders im Bereich Lebensschutz und Seelsorge.

Darum unterstützen wir das Projekt

Cornelia Kaminski

Bundesvorsitzende ALfA e.V.

„Kardinal von Galen hat gewusst, dass sein mutiges Eintreten für die Menschenwürde für ihn hätte tödlich enden können. Das hat ihn nicht abgehalten: Die Wahrheit muss gesagt werden, ob gelegen oder ungelegen. Heute braucht niemand mehr zu fürchten, nachts von der Gestapo abgeholt zu werden. Umso dringender ist es, mahnend immer wieder die Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Menschenwürde anzuprangern, die sich schleichend etabliert haben und gar nicht mehr als Unrecht wahrgenommen werden. Ich unterstütze das Projekt, weil wir Stimmen wie der des Kardinals heute Gehör verschaffen müssen.“

„Ich unterstütze das von Galen-Projekt, weil die Predigten des Kardinals bis in die Gegenwart ausstrahlen. Sie nehmen auch uns heute in die Pflicht und rufen uns zum Schutz aller Menschen auf – von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod.“

Marie Elisabeth Hohenberg

Vorsitzende Stiftung Ja zum Leben